Roadtrip Skandinavien Sommer 2018 – Teil 1: Schweden

Skandinavien ist der Traum eines jeden Outdoor Begeisterten. Bianca wollte unbedingt Richtung Norwegen, da sie auf YouTube den Kanal von comewithus2 verfolgte, und Norwegen als wesentlich interessanter empfand. Mir haben die Bilder auch sehr gefallen, aber es ist schon ein Stück in den Norden. Wir einigten uns darauf erst einmal nach Schweden, dem Land der Wälder und der Kanutrips zu fahren, um zu sehen wie es ihr geht.

Königsbrunn – Guldborg-Camping Dänemark

Die Fahrt mit unserem Kombi begann um kurz vor 5 Uhr morgens. Vorgebucht war nichts, wir wollten einfach sehen, wie weit wir kommen. Tagesziel war aber im Besten Fall der Fährhafen von Rostock.

20180714_105700Es lief aber auf der Strasse sehr gut, so dass wir, abgesehen von einigen (LPG-)Tankpausen erst am Wublitzer See bei Potsdam die erste grosse Pause gemacht haben. Dort haben wir uns bei herrlichem sonnigen Wetter direkt am Wasser auf einer Picknickdecke etwas erholt.

An diesem Platz haben wir schon die ersten freiheitsliebenden Camper in einem T4 Bus getroffen, die gerade am einpacken waren. Ein kleiner Vorgeschmack auf unsere bevorstehenden Übernachtungen.

Von dort aus ging es weiter nach Norden, allerdings bald nicht mehr so flüssig, stop and go war angesagt.

Wir erreichten aber nach ca. 10 Stunden den Hafen Rostock, und mussten nun sehen, ob wir die Fähre nach Trelleborg noch erreichten, oder die Route über Dänemark nehmen.

Die Erste Variante war bereits zu spät, also lösten wir ein Kombiticket Gedser/ Öresundbrücke.

 

Auf der Fähre haben wir uns dann aber entschlossen, die Nacht Dänemark zu verbringen, und sind auf den Guldborg Campingplatz aufmerksam geworden. Die erste Bewährungsprobe für unseren Minicamper. Wir suchten uns einen schönen Platz, mit Hecken abgeteilt, zur Not hätten wir ja noch unser Zelt dabei. Wir waren jedoch nicht die einzigen Autoschläfer dort.

Der Campingplatz selber ist gerade dabei modernisiert zu werden, teilweise waren die Sanitäranlagen noch recht, sagen wir zweckmässig, teilweise aber ganz neu und sehr modern eingerichtet.

 

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Kopenhagen –  Öresund – Malmö

Kopenhagen_20180715_154042Tag zwei nach einer sehr guten Nacht, haben wir alles ordentlich eingeräumt, da wir am Vortag noch ein paar Sachen etwas unsortiert irgendwo platziert hatten. Wir haben für die Reise nichts geplant gehabt. Ich wollte unbedingt nach Skandinavien, und da Bianca nicht sehr reisefest ist, war ich schon sehr glücklich soweit gekommen zu sein, und freute mich schon auf Schweden, dem Ziel aller Outdoor-Träume.
Wir waren ca. 1 Autostunde vor Kopenhagen, und wollten es uns nicht entgehen lassen, die Stadt zu besichtigten, auch wenn wir auf der Suche nach toller Natur waren.

 

Da wir nicht wussten, wie es mit dem Parken so ist, haben wir den 5er ausserhalb in einem Wohngebiet geparkt, und sind mit den Rädern in die wunderschöne Innenstadt gefahren.
Es errinnerte Bianca vom Flair etwas an Venedig, Venedig mit Rädern und Autos ;-). Es ist echt toll dort Rad zu fahren, da kann sich Augsburg eine Scheibe abschneiden. Moderne Architektur und die Geschichte liegen direkt nebeneinander und ergeben eine schöne Kombination.

 

Es ist eine moderne und offene Stadt direkt am Wasser, ein schönes Urbanes Lebensgefühl ist da direkt zu spüren.
Auf dem Rückweg machte an Biancas Rad dann der Dämpfer schlapp, das dritte Ding, das nach Spülmittel, und meinem Duschgel undicht wurde ;-(.
Um nicht ständig beide Räder aus dem Kofferraum zu ziehen wanderte Biancas Rad jetzt aufs Dach. Unser Weg führte an diesem Tag eigentlich nur noch über die Öresund Brücke nach Malmö.
Dieses imposante Bauwerk konnten wir dann im Sonnenuntergang betrachten, da wir gleich bei First Camp nächtigten.

 

Wir waren in Schweden angekommen – mit einem Standplatz mit direktem Blick auf die Brücke.

Trotz der laut feiernden Strandbesucher konnten wir mit unserem schallisolierten Camper gut einschlafen nach gebratenem Speck mit Eiern.

 

Malmö_20180715_231803.jpg

Der Campingplatz selber war mit sehr guten Sanitäreinrichtungen ausgestattet. Richtige Duschräume mit ausreichend Platz und extra Küchenräumen zur Essenszubereitung, in Skandinavien an den meisten Plätzen üblich.

 

Malmö – Älmhult

Tag drei versuchten wir in Malmö einen Fahrradladen zu finden, der Biancas Rad wieder auf Vordermann bringen kann, doch in Malmö gibt es halt eben keinen the Lab Stefano wie in Riva. Dafür Tipps von einem Norweger, dass man am Polarkreis sehr gut Mountainbiken kann. Naja, das werden wir wahrscheinlich in dem Urlaub nicht schaffen.
Nach drei erfolglosen Versuchen gaben wir auf, und sahen uns noch etwas die Stadt an und kehrten zu Mittag ein.

 

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Auf dem Weg zurück zum Auto wollte ich es mir nicht nehmen lassen, den sandigen Stadtstrand zu besuchen und nahm noch ein Bad in der warmen Ostsee. Es war schliesslich Sommer und es kamen so richtig Urlaubsgefühle auf – Summer Feeling im Norden.

 

Am nachmittag wollten wir weiter. So richtig wussten wir jedoch nicht wohin. Im Restaurant hatten wir noch nach Tipps gefragt, die waren uns aber zu nah.

Wir waren jetzt in Schweden – so … naja, was fällt einem dazu am ehesten ein? Richtig – IKEA.

Neben der Info, dass man bei IKEA gut und für schwedische Verhältnisse günstig essen konnte, habe ich gelesen, dass die Gegend um Älmhult im Süden das typische Schweden zeigt, wie man es sich vorstellt. Also, nach der erfolgreichen Suche nach LPG, dann endlich auf die Autobahn und ab nach Norden.

Auf der Landstrasse war es tatsächlich so, links und rechts Wälder und wenig Verkehr auf der kurvigen und hügeligen Strasse. Ziel war der Campingplatz Sjöstugans Camping direkt am See. Trotz der Landschaft, die Ruhe und Gelassenheit verströmte, war der Campingplatz voll. Wir konnten dennoch bleiben, allerdings auf dem Parkplatz, was aber angesichts des regen Treibens auf dem Platz eigentlich gar nicht so schlecht war. Santitäranlagen und der warme herrliche Moorsee waren auch sehr gut zu erreichen.

 

Älmhult – Eksjö Camping

Am vormittag bauten wir den Ally Faltkanadier auf, der in der Dachbox dabei war, und wollten den See etwas erkunden. Schweden ohne Kanutour ist wie Bayern ohne Berge.

Das Wetter war etwas trüber als am Vortag, was uns aber keineswegs abhielt.

Nach dem Ausflug auf dem See, ging es aufgrund der sommerlichen Temperaturen dann in den See zum erfrischen.

Mittags ging es dann wirklich zu IKEA.

Im Zentrum des Ortes kann man kaum daran vorbeifahren. Das IKEA Museum. Wir waren aber wirklich nur in der Kantine. Währenddessen ging ein starker Regenguss runter, wie man ihn selten erlebt. Ein Glück, dass wir da nicht mehr auf dem See waren.

 

Wir fuhren dann weiter Richtung Jönköping auf der Suche nach LPG :), durch ländliche Gegend wo man auf weiten Teilen der Strecke kaum Häuser sah. Hier kam uns auch Feuerwehr entgegen, das einzige mal, dass Almhult_20180717_153227wir etwas Live mit der Waldbrandgefahr mitbekommen haben die diesen Sommer extrem war und viele Feuerwehren auch aus Deutschland Hilfe geleistet haben. Feuer sahen wir aber Gott sei Dank keines.

 

Die Campingsplätze dort haben uns gar nicht gefallen, oder waren bereits belegt, es hat leider immernoch geregnet.eskjo_8176

Eigentlich hatten wir schon keine Lust mehr weiter zu fahren. Bianca entdeckte dann im Campingplatz Heft einen kurzen Hinweis auf die Skurugata Schlucht, so fuhren wir doch noch weiter bis zum Eksjö Camping, der in der Nähe liegt. Das Wetter war dann auch wieder gut. Der Platz hatte sehr schöne Sanitäreinrichtungen, doch leider für die Größe auch wieder viel zu wenige Toiletten. Nach einem kleinen Spaziergang, bei dem wir auch kurz ins Gespräch kamen mit einer Frau eines deutschen Anglers, die etwas verzeifelt war, über den großen Fang ihres Mannes, wohin damit in ihrem kleinen T4 Kühlschrankes. Wenn ich nicht schon von unserem Tütenessen schon so satt gewesen wäre hätte ich schon nach einem Stück Fisch gefragt.

 

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Eksjö – Lac Stora Vilangen

Nachdem wir bei Lidl einkaufen waren, machten wir uns auf dem Weg zur Skurugata Schlucht. Die Straße dort hin war eng, teilweise nicht asphaltiert, da ist man gleich wieder froh um seinen Minicamper. In Deutschland gibt es nur wenige Straßen, von der Größe die man befahren darf, in Schweden eine ganz normale Staße.

Die Schlucht selber war schon ganz nett, aber als Bayer jetzt auch nichts besonderes, klang in der Beschreibung spektakulärer.

 

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Nach einer weiteren Suche nach LPG, ohne LPG-Finder App wäre man aufgeschmissen in Schweden, machten wir uns auf dem Weg zu unserem ersten Wildcamping Platz. Über Park4Night fanden wir einen Platz am Lac Stora Vilangen. Bianca war schon sehr kritisch, wollte nicht unbedingt ausserhalb eines Campingplatzes Nächtigen, doch da musste Sie jetzt trotz Regen durch. Der Weg dorthin ging direkt von der Autobahn ab, auf eine feste Erdesandstraße, besser als so manche Straße in Deutschland, einem anderen Minicamper war das aber wohl nicht so geheuer bei dem Regen, und drehte wieder um. Wir fuhren die ca. 8 km nasse Piste zu den angegebenen Koordinaten. Wir waren zwar nicht alleine, aber für die erste Nacht auch etwas beruhigender.

Es war ein größerer Platz direkt an einem der unzähligen Seen. Ich habe das Camp mit dem Tarp als Regenschutz zum Abendessen aufgebaut. Nachdem es etwas nachgelassen hat, haben wir beschlossen den Ally aufzubauen, um den See zu erkunden, es war jedoch nur eine kurze Regenpause, so dass wir die Kanufahrt abgebrochen haben.

Unsere Nachbarn im Landrover Defender waren sehr erstaunt, was wir alles aus unserem Kombi hervor zauberten.

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Lac Stora Vilangen – Oslo

Trotzdem es geregnet hat, kam am nächsten Tag noch eine besorgte Anwohnerin und schaute, dass wir auch kein Feuer gemacht haben. In Eskjö war es trocken wie in Italien.

Wir nutzen den aufgebauten Ally noch einmal für eine Ausfahrt auf dem See, da es am Abend nur eine recht kurze Fahrt war. Dann verpackten wir das Boot wieder und es ging gegen Mittag wieder auf die Piste, im wahrsten Sinne des Wortes.

Nachdem wir uns in Karlskoga nochmal mit relativ günstigen schwedischen Lebensmitteln eingedeckt haben, ging es weiter Richtung Norwegen. Aber vorher kamen wir noch am Vänern, dem grössten See der EU, vorbei, wo wir noch eine Mittagspause bei Karlstad einlegten, bevor wir über die Europäische Union erstmal verließen.

 

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